Stromkunden haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ihr Strom erzeugt wird und welche Auswirkungen auf die Umwelt, gemessen an erzeugtem Kohlendioxid (CO2) und atomarem Abfall, damit verbunden sind.

Alle Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die in Deutschland Endverbraucher mit Elektrizität aus Netzen, die der allgemeinen Versorgung dienen, beliefern, unterliegen der Pflicht zur Veröffentlichung eines Stromkennzeichens.

Im Rahmen der Stromkennzeichnung erfahren Verbraucher „ihren“ Strommix und den Strommix ihres Stromlieferanten, aufgeteilt nach Energieträgern. Dazu muss man aber folgendes wissen:

 

Der Stromsee

In Europa gibt es einen Stromverbund, in den alle Stromproduzenten (Kraftwerke) ihre erzeugten Strommengen einspeisen („Stromsee“). Es ist jedoch physikalisch nicht möglich, eine eingespeiste Strommenge, z.B. von einem Solarpark, durch das Stromnetz genau bis zu einem Verbraucher zu leiten. Im Stromsee vermischt sich der Strom und kann beim Verbrauch keinem spezifischen Kraftwerk mehr zugeordnet werden.

 

Ökostromnachweis

Verbraucher können aber bestimmen, welche Art von Kraftwerk für die Erzeugung „ihres“ Stroms verantwortlich ist und somit die Qualität des Stromsees beeinflussen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Strom aus erneuerbaren Quellen:

  1. Strom, der von Erzeugungsanlagen, die unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen, erzeugt wird, also z.B. durch die Solar- und Windparks unserer Genossenschaft. Dieser Erzeugungsanteil erneuerbarer Energien deckt derzeit ca. 32% des Strommixes in Deutschland ab. Unabhängig vom gewählten Stromprodukt kommt durchschnittlich dieser Anteil Ökostrom bei Verbrauchern aus der Steckdose. Stromanbieter, die 100% Ökostrom verkaufen, müssen folglich ca. 68% Ökostrom zukaufen.
  2. Strom, der nicht unter die Förderung des EEG fällt, aber auch aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Für diesen dient die Kennzeichnung durch sogenannte Herkunftsnachweise.

Durch das Instrument der „Herkunftsnachweise“ kann eine Aussage zur Qualität des von Stromanbietern verkauften Stroms getroffen werden.

Herkunftsnachweise belegen, dass eine bestimmte Strommenge von einem bestimmten Kraftwerk produziert wurde. Mit ihnen kann ein Stromanbieter zweifelsfrei nachweisen, dass eine verkaufte Megawattstunde (entspricht 1.000 kWh) über erneuerbare Energiequellen erzeugt worden ist.

Der Verbraucher kann also über sein Stromprodukt und die damit verknüpften Herkunftsnachweise bestimmen, welches Kraftwerk wie viel in den europäischen Stromsee einspeisen darf.

Für jede Megawattstunde erneuerbaren Stroms wird ein Herkunftsnachweis ausgestellt. Nach der Lieferung des Stroms an einen Verbraucher, also nach einmaliger Nutzung, wird der Herkunftsnachweis entwertet.

Das Umweltbundesamt ist für das Herkunftsnachweisregister zuständig. Geregelt ist diese Vorgehensweise im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG).

Foto: Umweltbundesamt

 

Stromkennzeichnung
Energieversorger Deutsche BürgerEnergie

Der Strom, den wir zur Versorgung unserer Kunden einkaufen, stammt zu 100% aus Anlagen regenerativer Stromerzeugung, nämlich zu 100% aus Wasserkraft europäischer Wasserkraftwerke. Bei der Erzeugung entstehen keine klimaschädlichen CO2-Emissionen und kein radioaktiver Abfall. Gegenübergestellt wird der durchschnittliche Energieträgermix für Deutschland.