FAQs

Was ist der Vorteil einer Genossenschaft?

Die Gesellschaftsform der Genossenschaft (eG) zeichnet sich durch mehrere Punkte aus. Sie ist einerseits auf die Interessen ihrer Mitglieder ausgerichtet, wird von diesen mit Leben gefüllt und ist dabei gleichzeitig demokratisch organisiert. Jedes Mitglied hat genau eine Stimme, unabhängig von der Höhe der Beteiligung, was dazu führt, dass Genossenschaften nicht so einfach wie Aktienunternehmen übernommen werden können. Andererseits unterliegen Genossenschaften durch ihren Dachverband (in unserem Fall dem Genossenschaftsverband Bayern GVB) einer strengen wirtschaftlichen und rechtlichen Prüfung, was sich auch in der äußerst geringen Insolvenzrate von unter 0,1 Prozent pro Jahr zeigt. Obwohl die gesetzlichen Bestimmungen nur alle zwei Jahre eine Prüfung vorsehen, hat sich die DeBE Deutsche BürgerEnergie eG freiwillig zu einer jährlichen Prüfung verpflichtet. Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Genossenschaft für ihre Mitglieder sehr transparent. Mehr Informationen zu Genossenschaften finden Sie im deutschen Genossenschaftsgesetz (GenG 01.05.1889).

Wie kann ich Mitglied der Energiegenossenschaft werden?

Sie können jederzeit Mitglied der DeBE Deutsche BürgerEnergie eG werden. Hierzu müssen Sie nur den Mitgliederantrag bei der Genossenschaft anfordern und ausfüllen. Ihr Antrag wird vom Vorstand geprüft und genehmigt. Mit der Einzahlung der gezeichneten Energiepakete ist die Mitgliedschaft rechtsgültig.

Wie ist die Genossenschaft aufgebaut?

Die DeBE Deutsche BürgerEnergie eG ist ein beim Registergericht Nürnberg (GnR-Nr.: 321) eingetragenes Unternehmen und ist gewerbe- und körperschaftssteuerpflichtig. Eine Genossenschaft besteht aus ihren Mitgliedern, die in der Generalversammlung alle das gleiche Stimmrecht haben. Aus ihren Mitgliedern wählt die Generalversammlung den Aufsichtsrat, dieser wiederum ernennt den Vorstand. Der Vorstand führt die Geschäfte der Genossenschaft, die beispielsweise als Betreiberin von Photovoltaikanlagen auftritt.

Was macht die Genossenschaft?

Die DeBE Deutsche BürgerEnergie eG dient als organisatorischer und rechtlicher Rahmen für viele Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energie in ganz Deutschland. Wirtschaftliche Tragfähigkeit, rechtliche Gestaltung und technische Anlagenplanung der jeweiligen Projekte werden einzeln betrachtet. Die Genossenschaft bestellt und betreibt die Anlagen oder ist an ihnen beteiligt. Zudem ist sie 100%ige Eigentümerin der Energieversorger Deutsche BürgerEnergie GmbH, die Haushalte und Unternehmen mit Ökostrom und Erdgas versorgt.

Welche Vergütung erhalten Vorstand und Aufsichtsrat?

Die Arbeit des Vorstands ist derzeit ehrenamtlich und wird nicht vergütet, die Tätigkeit des Aufsichtsrat ist generell ehrenamtlich. Die Organe haben Anspruch auf den Ersatz ihrer Auslagen, z.B. von Reisekosten, die im Rahmen der Ausübung ihrer Aufgaben für die Genossenschaft anfallen.

Wie werden die Projekte finanziert?

Die DeBE Deutsche BürgerEnergie eG verfolgt ein Prinzip: Zunächst können sich Personen, die dem Projekt nahestehen oder mit ihm regional verbunden sind, finanziell beteiligen. Bis zur vollständigen Finanzierung eines Projekts wird dieser Personenkreis entsprechend dem Kapitalbedarf auf weitere Personen aus ganz Deutschland ausgeweitet. Die Finanzierung erfolgt über Geschäftsanteile und Nachrangdarlehen der Mitglieder und die Hereinnahme von Bankdarlehen.

Welche Beteiligungsmöglichkeiten bestehen?

Bei der DeBE Deutsche BürgerEnergie eG kann man sich mit Energiepaketen zu je 55 Euro beteiligen, es können maximal 1.000 Energiepakete pro Mitglied gezeichnet werden. Ein Paket besteht aus einem Genossenschaftsanteil/Geschäftsanteil in Höhe von 50 Euro. Es werden für jedes Energiepaket einmalig 5 Euro Eintrittsgeld fällig, aus denen die Genossenschaft Rücklagen bildet.

  • Geschäftsanteile sind eine direkte Beteiligung am Unternehmen. Diese Unternehmensbeteiligung hat eine Kündigungsfrist von fünf Jahren (siehe §5 der Satzung) zum Ende des Geschäftsjahres der Genossenschaft. Auf die Geschäftsanteile werden je nach Beschluss der Generalversammlung Dividenden ausgeschüttet, deren Höhe sich nach dem Erfolg des Unternehmens richtet.

Aufgrund der Finanzierungsstruktur der einzelnen Projekte und den Anforderungen an die Bildung von Rücklagen und Reserven in den ersten Jahren nach Inbetriebnahme der Energieerzeugungsanlagen fallen die Dividendenzahlungen in den ersten Jahren sehr niedrig aus oder entfallen komplett.
Die der Rendite zugrunde liegenden Planungen und Berechnungen der einzelnen Anlagen sind Prognosen, die Leitlinie für die Entwicklung der Gesellschaft sein sollen. Änderungen sind nicht vorgesehen, jedoch können sich Abweichungen infolge künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen, neuerer gesetzgeberischer Maßnahmen bzw. der Spruchpraxis der Verwaltungen und Gerichte ergeben.

Wie funktioniert die Warteliste?

Wenn die Finanzierung eines neuen Projekts ansteht, haben die Vordersten auf der Warteliste die Möglichkeit zu investieren. Wenn die Höhe der gesamten Investitionswünsche auf der Warteliste das Projektvolumen übersteigt, berücksichtigen wir anhand des Eingangsdatums die Interessierten bis zur jeweiligen Projektsumme. Die Interessierten erhalten dann die Unterlagen mit einer Frist zur Zeichnung. Für den Fall, dass absehbar ist, dass die Warteliste nicht zur Finanzierung ausreicht, werben wir zusätzlich in der Öffentlichkeit.

Muss ich die Gewinne versteuern?

Erträge aus der Genossenschaft sind in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Für die Dividendenausschüttungen aus Unternehmensbeteiligungen gilt der Steuersatz von 25 Prozent (Abgeltungssteuer) zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer und nicht Ihr persönlicher Einkommenssteuersatz (gültig seit 1/2009).

Wie hafte ich als Genossenschaftsmitglied?

Die eingetragene Genossenschaft ist haftungsbeschränkt auf die Summe des Geschäftsguthabens. Eine Nachschusspflicht für die Mitglieder ist in der Satzung und im Handelsregistereintrag ausgeschlossen.

Wie sind die Anlagen und die Genossenschaft versichert?

Die Genossenschaft haftet über ihre abgeschlossenen Versicherungen für Schäden an der und durch die Anlagen. Es wird eine (allgemein übliche) Allgefahren-Versicherung für die Anlagen und eine Betreiberhaftpflicht für die DBE Deutsche BürgerEnergie eG abgeschlossen.

Welche Umweltfaktoren können sich leistungsmindernd auf Photovoltaik-Anlagen auswirken?

Faktoren wie Verschattung durch Baumwuchs o.ä., Schneeauflage, Verschmutzung oder die Verschlechterung des Wirkungsgrads werden in der Planung von der Genossenschaft im Vorfeld berücksichtigt. Dennoch kann es aufgrund ungeplanter Ereignisse, wie geringerer Sonneneinstrahlung, einem stärkeren Leistungsabfall der Module oder längerer Ausfallzeiten, welche nicht durch die Versicherung abgedeckt sind, dazu kommen, dass die prognostizierten Jahreserträge nicht erreicht werden.

Kann ich verfolgen, wie sich das von den Mitgliedern eingesetzte Geld entwickelt?

Ja. Jedes Jahr auf der Generalversammlung gibt es einen ausführlichen Rechenschaftsbericht mit entsprechenden Beschlüssen. Daran erkennen Sie den Verlauf und die Entwicklung der Genossenschaft. Auf Anfrage gibt Ihnen der Vorstand auch gerne jederzeit Auskunft über die Entwicklung.

Kann ich mich an speziellen Einzelprojekten der Genossenschaft beteiligen?

Ein spezielles Einzelinvestment in z.B. Solaranlagen oder Windkraftanlagen sieht die Organisationsform unserer Genossenschaft nicht vor. Vielmehr sind Sie, sofern Sie genossenschaftliche Anteile gezeichnet haben, an allen getätigten Investitionen unserer Genossenschaft gleichermaßen beteiligt.

Wie sicher ist mein Geld?

Dass der produzierte Strom tatsächlich und zu einem bestimmten Preis verkauft werden kann, ist bei Solaranlagen oder Windanlagen gesetzlich für mindestens 20 Jahre garantiert. Jede Erzeugungsanlage wird mit Elektronik-, Betriebsunterbrechuns- und Haftpflichtversicherun versichert. Die DeBE Deutsche BürgerEnergie eG erreicht durch die deutschlandweite Tätigkeit und die damit verbundenen Investitionen eine breite Streuung. Die republikweiten Standorte der Anlagen reduzieren somit das Ausfallrisiko einzelner Erzeugungsanlagen. Energiegenossenschaften sind eine etablierte und sichere Unternehmensform. Weitere Risikohinweise sind in der Rubrik Chancen und Risiken aufgeführt.

Wurde Ihre Frage beantwortet?

Falls nicht, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren und direkt zu fragen.

E-Mail an die DeBE Gruppe